Wir haben einen großen Kirschbaum im Garten und ich kann es im März kaum erwarten, bis er endlich anfängt zu blühen und sich der Geruch von dem weichen warmen Holz und der Rinde des Kirschbaums zuerst mit dem Duft der am Baum hängenden Blüten und dann der Kirschen vermischt. Innerhalb weniger Tage steht der zuvor aus nackten Zweigen bestehende Baum voll in Blüte und ist über und über mit weiß-rosa Blüten umgeben, die ihn vollkommen einhüllen. Doch die Schönheit der Blüten verführt nicht nur das Auge, mit dem Öffnen der Blütenknospen ist das Versprechen auf den Genuss leckerer Kirschen verbunden. Die Welt erwacht dann im frühlingshaften Morgentau. Alles schillert bunt. Ich reiße die Fenster weit auf. Die Sonne erhellt mich und wärmt mich und der hineinströmende Wind trägt mir eine zarte Brise entgegen, die nach Kirschblüten duftet. Ich nehme einen tiefen Atemzug dieser von echter Kirschblüte geschwängerten Luft und ich will atmen, träumen, lieben... Matsu Sakura ist ein bunter Reigen beschwingter Noten, ein Wirbel fröhlicher Farben und schimmert wie diese morgendlichen Sonnenstrahlen und entführt meine Sinne auf eine sanfte, duftige Entdeckungsreise in ferne Regionen, wo mich eine einschmeichelnde Sonne mit ihrer milden, leichten Wärme umhüllt und ein genussvolles Gefühl schenkt. Die Inspiration für die neueste Duft-Kreation des japanischen Designers Masakï Matsushïma war das höchst beeindruckende Naturschauspiel, das die Schönheit der in voller Blüte stehenden japanischen Kirschbäume feiert.
Masakï Matsushïma Matsu Sakura
Wir haben einen großen Kirschbaum im Garten und ich kann es im März kaum erwarten, bis er endlich anfängt zu blühen und sich der Geruch von dem weichen warmen Holz und der Rinde des Kirschbaums zuerst mit dem Duft der am Baum hängenden Blüten und dann der Kirschen vermischt. Innerhalb weniger Tage steht der zuvor aus nackten Zweigen bestehende Baum voll in Blüte und ist über und über mit weiß-rosa Blüten umgeben, die ihn vollkommen einhüllen. Doch die Schönheit der Blüten verführt nicht nur das Auge, mit dem Öffnen der Blütenknospen ist das Versprechen auf den Genuss leckerer Kirschen verbunden. Die Welt erwacht dann im frühlingshaften Morgentau. Alles schillert bunt. Ich reiße die Fenster weit auf. Die Sonne erhellt mich und wärmt mich und der hineinströmende Wind trägt mir eine zarte Brise entgegen, die nach Kirschblüten duftet. Ich nehme einen tiefen Atemzug dieser von echter Kirschblüte geschwängerten Luft und ich will atmen, träumen, lieben... Matsu Sakura ist ein bunter Reigen beschwingter Noten, ein Wirbel fröhlicher Farben und schimmert wie diese morgendlichen Sonnenstrahlen und entführt meine Sinne auf eine sanfte, duftige Entdeckungsreise in ferne Regionen, wo mich eine einschmeichelnde Sonne mit ihrer milden, leichten Wärme umhüllt und ein genussvolles Gefühl schenkt. Die Inspiration für die neueste Duft-Kreation des japanischen Designers Masakï Matsushïma war das höchst beeindruckende Naturschauspiel, das die Schönheit der in voller Blüte stehenden japanischen Kirschbäume feiert.
Franck Boclet Leather
Vor Kurzem habe ich in der italienischen Vogue die Kollektion von Franck Boclet entdeckt. Meine Aufmerksamkeit fesselte sofort die Obsession des Haute-Couture-Designers für Eleganz, Luxus und Komfort und seine signifikante Eigenheit, mit der er die maskuline Silhouette in ein Universum von Detailtreue, Passform und Proportion projiziert. Der aus Paris stammende Designer (der mir bis dato überhaupt kein Begriff war, wie ich zu meiner Schande gestehen muss) begann sich schon als Teenager für Mode zu interessieren. Er liebte es zwischen dem dritten und vierten Arrondissement durch Marais zu flanieren und in dortigen Second-Hand-Läden nach Besonderheiten zu stöbern. Deshalb gab es für ihn auch keinen Plan B, als er beschloss die Kunst des Schneiderhandwerks von der Pike auf zu erlernen. Der Modeschöpfer liebt das Spiel mit Gegensätzen und scheint diese in vollkommener Nonchalance zu vereinen. Gerne provoziert er mit einem offenkundig extrem kühnen und maskulinen Modestil, der jedoch erstaunlicherweise eine ihm innewohnende feminine Widersprüchlichkeit ausstrahlt. So schickt er seine Männermodels im Kimono-inspirierten Tuxedo und Lackturnschuhen oder mit perlenbesticktem Seidenhemd und Rüschenschaal unter einem asymmetrisch und extrem schmal geschnittenen Mantel mit körpernaher Taille, abfallenden Kragen und Manschetten über den Catwalk. Ist das noch eine Mode der Funktionalität oder pure Avantgarde? Muss sich Mode überhaupt kategorisieren lassen? Schließlich konstatiert der Schöpfer selbst, dass der selbstbewusste Mann sich nicht auf einen Stil reduzieren lassen sollte, denn wahrer Stil ist, alle Stile hinter sich zu lassen. Diese Balance der Kontraste ist das Markenzeichen von Monsieur Boclet und verhalf ihm bereits Mitte der 80er Jahre in der Modebranche zu einem veritablen Namen. Eine Bilderbuchkarriere begann und er arbeitete für namenhafte Designer wie Kenzo oder Courrèges und später als künstlerischer Leiter der Herrensparten für Francesco Smalto und Emanuel Ungaro.
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Parfums
Sylvaine Delacourte, Lilylang, Smeraldo, Dovana, Helicriss, Florentina
Aufrichtig und fragil, so schonungslos wie poetisch - der Entschluss einer eigenen Parfum-Marke das Leben zu schenken, kam für Sylvaine Delacourte einer persönlichen Metamorphose gleich hin zu mehr Mut und (paradoxerweise) auch mehr Zerbrechlichkeit. Denn mit ihren Düften offenbart sie der Welt ihr intimstes – Emotionen, Sehnsüchte und Geschichten und immer wieder Erinnerungen an erlebnisreiche Reisen – eingefangen und olfaktorisch wiederbelebt, als hätte sie diesen Momentaufnahmen aus ihrem Leben ein Stück Seele eingehaucht. In den ersten fünf Düften ihrer Kollektion, lässt uns Sylvaine Delacourte verschiedene Persönlichkeiten von dem edlen und mysteriösen Rohmaterial des weißen Moschus entdecken und kreiert ganz neuartige, sehr moderne und verblüffend puristische Interpretationen dieser Ingredienz - farbenreich und differenziert umgesetzt, schöner hätte ich es mir wohl nicht wünschen können. Ob fruchtig-sonnig, pflanzlich-frisch, nüchtern-rein, holzig-würzig oder pudrig-samtig – Sylvaine beherrscht die Klaviatur der Moschusakkorde perfekt (wie sie bereits mit einer Vielzahl von herausragenden Düften eindrucksvoll für Guerlain unter Beweis gestellt hat) und möchte nun, dass Duftliebhaber alle Facetten erkunden, die ein außergewöhnliches und schwierig zu meisterndes Material wie Moschus zu bieten hat. Deshalb beinhalten die Kompositionen auch nicht nur eine Moschusnote, sondern eine besondere Mischung verschiedener Moschussorten. Das Zusammenströmen dieser reizvollen Mixtur, zieht mich sanft, aber bestimmt in das Innerste der Düfte hinein, wo voller Leichtigkeit und ohne ambitionierte Anstrengung die Kompositionen von Ingredienz zu Ingredienz schweben und zu einem kurzweiligen Vergnügen geraten. Madame Delacourte ist eine große Liebhaberin von Moschus. Diese Ingredienz ist leicht wie Seide, edel wie Samt, weich wie Kaschmir, zudem sehr beruhigend, elegant, raffiniert und warm und hat die unerreichte Fähigkeit, eine Parfum-Komposition zu beleben, die Ausstrahlung zu verstärken und abzurunden. Das Aroma schmiegt sich ganz nah an die Haut, doch hinterlässt keine Spur von sich in der Luft und ist nur äußerst leicht wahrnehmbar (nur in reinen Monodüften kommt der faszinierende Charakter gänzlich zum Vorschein). Moschus hat eine gute Haltbarkeit, allerdings ist es sehr kompliziert dessen Diffusion zu händeln und zu bändigen. Dieser Rohstoff ist deshalb sehr schwer zu erfassen und zu bearbeiten. Oft muss ein ganzer Blumenstrauß um Moschus orchestriert werden, damit ihn jeder gut ausmachen und der Duftbaustein zusammen mit der Körperwärme eine harmonische Aura entwickeln kann. Dieser Herausforderung – Moschus gut versprühbar und wunderbar zur Geltung kommen zu lassen – hat sich Madame Delacourte angenommen und diese, wie ich finde, bravourös gemeistert und damit wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, dass sie zu den vielseitigsten Künstlerinnen ihres Genres gehört.
Sylvaine Delacourte Interview
Trotz Emanzipation und Frauenquote gibt es immer noch Berufe, die seit Jahrhunderten als reine Männerdomäne gelten und in denen Frauen es recht schwer haben sich durchzusetzen und zu etablieren. Die Parfumerie zählt zweifellos dazu. Natürlich gibt es gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Veränderungen und Frauen können sich immer mehr verwirklichen und ihr Können und Wissen unter Beweis stellen. Doch leider fällt noch zu oft das Argument, Frauen könnten keine erotischen Parfums kreieren. Ein Vorurteil, mit dem Männer die Duftbranche nahezu frauenfrei hielten (bzw. zum Teil immer noch halten). Die glorreichen Zeiten der Parfumgeschichte waren von Männern geprägt. Die erste bedeutsame Parfumeurin, an die ich mich erinnern kann, ist Sophia Grojsman, die den pudrig anmutenden Weltbestseller Trésor oder mit Paris den wohl schönsten Blütentraum seiner Zeit für Yves Saint Laurent komponierte. Später eroberte Annick Menardo das Parfum-Parkett und revolutionierte mit ihren kreativen Schöpfungen die Duftwelt, wie dem süßen, schweren und hocherotischen Hypnotic Poison oder dem sinnlich-warmen Bois d’Arménie für Guerlain – einem ganz umhüllenden und mysteriösen Duft-Erlebnis, das mit einer bis dahin nicht gekannten weichen Holzigkeit des Gaiac-Holzes (des Holzes des Lebens „Lignum Vitae“) überraschte und dazu mit süßrauchig-harzigen und außergewöhnlich-schillernden Facetten, verziert war. Mitte der 80er begann auch die Erfolgsgeschichte von Sylvaine Delacourte. Sie ist für mich definitiv eine (der wenigen) Pionierinnen im Bereich der Haute Parfumerie. Lange Zeit verweilte sie hinter den Kulissen (bzw. im Schatten berühmter Männer wie Jean Paul Guerlain und Thierry Wasser) und hat dabei doch die Art, wie wir uns heute in großem Maße beduften, mitbestimmt und unsere Wahrnehmung von Parfum verändert. Deshalb sehe ich Sylvaine Delacourte als eine der bedeutendsten Damen in der Welt der schönen Düfte.
Thierry Mugler ALIEN Eau Sublime
Aufgewacht, meine Lieben! Endlich ist der Sommer da. Er brauchte zwar wieder ein ganzes Jahr, um den Weg zurück zu uns zu finden, doch nun ist er da und die warme Jahreszeit bringt ein neues Lebensgefühl mit sich. Pullover und Jacken fallen und die darunter versteckt liegenden luftigen Blusen und kurzen Kleider in Pastell kommen zum Vorschein. Regen und Kälte scheinen verbannt und wir genießen Sonne satt. Nachdem der kalte Winter alle Düfte eingefroren hat (und der nahezu komplett verregnete graue Frühling es ihm gleich tat), scheinen die nun zum neuen Leben erwachten Duftmoleküle mit den höher steigenden Temperatur aufzutauen und durch die Luft zu schweben – ach was sage ich – akrobatische Pirouetten zu drehen. Verwaiste Straßencafés füllen sich mit lebendiger Heiterkeit, heiße Schokolade weicht erfrischenden Eisbechern und plötzlich wird wieder mehr gelacht und geflirtet. Flowerpower überall. Der Sonnenaufgang ist jetzt der schönste Augenblick des Tages für mich... der erste kleine Sonnenstrahl, der luftig und beschwingt den Start in einen herrlichen Sonnentag ankündigt. Ich liebe es am frühen Morgen vom Vogelgezwitscher geweckt zu werden, in fließende Seide gehüllt in den Garten zu gehen und auf der Terrasse, unter dem Himmelblau beim Frühstück, die ersten warmen Sonnenstrahlen des Tages auf der Haut zu begrüßen und mich am Duft von knackig-grüner Frische und ersten zarten Blüten in leuchtenden Lila und Gelb ringsum zu erfreuen. Dann widerfährt mir ganz ein besonderes Gefühl, scheinbar unbegründet hebt sich meine Laune und das Stimmungsbarometer steigt auffallend an. Mein Kopfkino erweckt Bilder an vergangene Momente im Sonnenschein und ich schwelge in romantischen Erinnerungen und habe Lust auf eine Überdosis Sommerglück.
Wenn die erste Hitze des Tages dann flirrt und der Wind über die Blüten streicht, liegt dieser typische süß-sommerliche Duft, umschmeichelt von einer Woge von Frische und dem wässrigen Aroma von Tautropfen, in der Luft. In diesem luftigen und leichten Akkord scheint die Idylle eines sonnigen Morgens widerzuschallen. Herrlich... ich atmet ganz tief ein und meine Lungen füllen sich mit lebendiger Klarheit und die Sinne tanken wohltuende Energie für den bevorstehenden Tag. Aus diesem Zauber der Natur - einer Sonne im Zenit, deren Strahlen großzügig alles um sie herum mit brillant-glänzenden Licht fluten - wurde die Kreation Alien Eau Sublime geboren. Der für sein außergewöhnliches Geruchsempfinden und kunstvolles Feingefühl bekannte Parfumeur Dominique Ropion (der 2005 schon den ikonischen Originalduft Alien komponiert hat), erzählt uns mit olfaktorischer Kreativität eine neue Geschichte der uns wohlbekannten legendären Sonnengöttin, die sich einst dem Geschichtenerzähler Thierry Mugler in seinen Träumen offenbarte (ich bin immer wieder davon begeistert, wie Mugler & Co. es wirklich jedes Mal schaffen ein wunderbares, dichtgewebtes Bild zu den herrlichen Duftkreationen zu zaubern - mein Kompliment).
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