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Carner Barcelona Costarela

https://lamourenflacon.blogspot.com/2016/10/carner-barcelona-costarela.html
 
Geht es euch manchmal auch so wie mir? Meine Familie ist für mich das, was wirklich im Leben zählt und wichtig ist. Ich nehme mir oft vor, dass wir mehr Zeit gemeinsam verbringen und schaffe es im stressigen Alltag dann leider doch nicht. Deswegen liebe ich gemeinsame Urlaube – abgesehen davon, dass ich es grandios finde auf Reisen zu sein und neue Orte und Länder kennenzulernen – idealerweise Orte und Länder, die an einer Küste liegen – genieße ich die Zeit, die ich mit meinen Lieben verbringen kann und freue mich über Erinnerungen, die daraus geboren werden. Zusammen mit meinen Eltern machte ich mich diesmal auf die Costa Brava zu entdecken – von ihrer Schokoladenseite – fernab von Hotelburgen und Pauschaltouristen, die eisern ihre Sonnenliegen verteidigen. Unsere Reise begann am östlichsten Zipfel der iberischen Halbinsel – am Cap de Creus – wo die Ausläufer der Pyrenäen ins sanft gewellte Mittelmeer zu bröckeln scheinen und der von dem Tramuntana Gebirge wehende Wind an der Küste bizarre Felsformationen geformt hat (irgendwo soll ein Felsen aus dem Meer ragen, der wie ein in Stein gemeißelter Delfin aussieht – leider habe ich ihn nicht entdeckt). Schnell wurde mir klar, warum der katalanische Schriftsteller Ferran Agulló der Region das Attribut „wilde Küste“ verliehen hat. Nicht selten wird der Weg über schwindelerregende Steilklippen aus Schiefer und Granit zur Kletterpartie, führt an zerklüfteten Ufern, Eukalyptuswäldern, Weinbergen und sogar an düster bewaldeten Steilhängen vorbei. Das ist ein Paradies zum Wandern mit beinahe unwirklichen Landschaften, wie auf dem Mond, die hinauf zum imposant gelegenen Kloster Sant Pere de Rodes über der Bucht von El Port de la Selva führen (allein der Weg hinauf ist schon ein unglaubliches Abenteuer für sich mit einer serpentinenartig geschlängelten engen Straße durch die Berge, als Belohung erwartete uns dann aber auch ein faszinierender Ausblick über den Empordà). An diesen langen Gebirgsketten, die parallel zum Meer verlaufen, stemmen sich Klippen gegen peitschende Winde, brechen sich Wellen an enormen Felsen, klammern sich Pinien an nacktes Gestein. Doch plötzlich – ohne einen Flügelschlag – gleiten Möwen lautlos vorbei, der Himmel reißt auf und wir können durch saftig-grüne Lichtungen sehen, wie ein silberner Sonnenstrahl aufs Meer schießt und es in vielen verschiedenen Blautönen changieren lässt. Überraschend öffnen sich, wie aus dem Nichts, die Felsen für idyllische Strandbuchten und wir haben uns in menschenleeren und wunderschönen Landschaften wiedergefunden.
 

Carner Barcelona Tardes, Rima XI

http://lamourenflacon.blogspot.com/2016/07/carner-barcelona-tardes-rima-xi.html

Wenn sich die gleichen Zahlen im Kalender zu wiederholen scheinen, spüre ich, dass ich eine Auszeit von meinem Alltag brauche. Ich lebe im hier und jetzt und bin sehr dankbar für mein Leben und mein Studium und alles drumherum. Doch sehne ich mich ab und an danach dem Alltag zu entfliehen, nach einem Moment der Entschleunigung, ganz frei zu sein, keine Termine zu haben, morgens auch nicht aufstehen, nicht ständig auf die Uhr schauen zu müssen, keine Pläne, sondern Zeit zu haben, um der Welt entspannt zu begegnen. Damit ich den Enthusiasmus, für all das was mir so viel Freude bereitet, im Grau des Alltags nicht verliere. Internet sei Dank, verwandelte sich dieser anfänglich noch zögerliche Gedanke im Nu in eine Reise an die Ostsee. Schon bald spürte ich in mir ein Kribbeln für das, was alles kommt. Denn nichts entspannt mich mehr als die Reinheit des Meeres und der Luft – alles Blau in Blau – nichts, was das Auge sinnlos anstrengt. Zusammen mit meinen besten Freundinnen quartierten wir uns im Ostseebad Binz auf Rügen direkt am Meer ein – in einem wunderschönen Hotel, das nach einem kleinen Stern benannt ist, der um die Sonne kreist und geheimnisvoll dunkel glänzt. Von unserer Teerrasse aus hatten wir ein fantastisches Panorama auf die Ostsee. Dazu hatten wir an unserem (sehr) verlängerten Wochenende auch noch viel Glück mit dem Wetter und konnten die Zeit am feinsandigen Strand auskosten. Über die Portion Sonne de Luxe habe ich mich besonders gefreut. Das war wie ein Balsam für meine aufgekratzte Seele – ebenso wie die Hydro- und Aromatherapie basierten Wellnessbehandlungen im feinen Senso Spa. Gibt es etwas Schöneres, um den Kopf frei zu bekommen, als in einem Bademantel eingepackt auf einer Liege zu entspannen? Damit war meine Sehnsucht nach Wellness und vor allem am Strand spazieren zu gehen und die Meerluft zu genießen gestillt. Für mich war die Dachterrasse der schönste Ort. Jeden Abend sang eine Französin Lieder von Ella Fitzgerald, Peggy Lee und Etta James (mit dem eigentümlichen französischen Akzent klang es fabelhaft) und wir konnten bei einen Cocktail den Blick in den Sternenhimmel genießen. So haben wir es versäumt nachts schwimmen zu gehen. Kein schlechter Gedanke, hmmm? Das haben wir uns eigentlich vorgenommen und nun aufs nächste Mal verschoben. Ich bekomme immer noch glänzende Augen, wenn ich an die warme Atmosphäre und die frischen blutroten Pfingstrosen (meine Lieblingsblumen) in den Vasen überall in diesem Haus zurückdenke. Vor jeder Reise kommt die obligatorische Herausforderung – was nehme ich mit? Ich möchte auch im Urlaub keinesfalls auf meine geliebten Parfums verzichten und nehme immer zu viele mit. Diesmal war es anders. Ein guter Freund schenkte mir das Voyage Set von Carner Barcelona. Entgegen meiner üblichen Gepflogenheiten, mehrere Düfte mitzunehmen, habe ich nur Tardes & Rima XI mitgenommen und mich jeden Tag ein bisschen mehr in sie verliebt. Rima XI hat mich mit der Vision Marokkanischer Nanah Minze und meinem bewunderten Indischen Jasmin-Sambac auf Vanille, Ambra und Moschus im Sturm erobert. Tardes war hingegen anfangs etwas zaghaft. Doch auch sein seidig-sinnlicher Reiz aus Mandeln und Tonkabohne hat mich sanft verführt. Dank ihnen bleibt die Erinnerung an die Freude der sonnigen Tage am Meer nun als Duft immer bei mir. Ich habe mich im Zauber dieser Düfte vollkommen verloren. Vielleicht begleiten sie auch euch auf der nächsten Reise und eure Erinnerungen und Begegnungen werden eingehüllt in ihren Duft...