Die Costa Brava beschenkte mich reich mit den schönsten Erinnerungen. Doch dieses Juwel an der spanischen Mittelmeerküste besteht natürlich nicht nur aus Impressionen à la Strand und Meer, sondern verzauberte mich auch mit romantischen Altstädten, mächtigen Kathedralen, prachtvollen Palästen und zum Verlieben schönen Gartenanlagen. Es war ein Vergnügen bis spät in die Nacht auf den Promenaden zu flanieren und Kunstschätze und die lebendige Geschichte des Landes zu erleben. Ich denke mit lachendem Herzen an diese vielen Highlights zurück.
Wir setzten unsere Reise in Ampuriabrava fort. Der gesamte Ort ist von ewig langen Kanälen durchzogen, die sich überall vorbei schlängeln. So gut wie jedes Haus hat seinen eigenen Bootsanlegeplatz (als Vorbild diente zu meiner Verwunderung nicht das geheimnisvolle Venedig, sondern das moderne Miami und so besitzt Ampuriabrava die größte Marina Europas, und wenn wir schon bei Superlativen sind, auch den größten Fallschirm-Sprungplatz Europas und sogar einen gläsernen Windkanal – das war dann aber doch ein wenig zu viel Nervenkitzel für mich und ich begnügte mich damit mit sicherer Bodenhaftung zuzuschauen, wie andere springen und fliegen). Es war bezaubernd morgens auf der Terrasse unseres kleinen für die Ferien gemieteten Häuschens direkt am Wasser zu frühstücken und sich von den kristallklaren Wellen freudig auf den kommenden Tag einstimmen zu lassen... mittags durch das mittelalterliche Stadtzentrum Castelló d´Empúries mit pompösen Portalen – geschmückt mit geheimen Zeichen und Symbolen – zu schlendern und die wunderschöne gotische Santa-María-Kirche zu besuchen. Die romantische Atmosphäre dort hat mich ganz eingenommen, war ergreifend, entzückend und kam einer Reise durch vergangene Epochen gleich... und beim Abendstrandspaziergang vorbei am Hafen einen Blick auf die zauberhafte Berg-Stadt Roses und deren alte Festung Ciutadella zu genießen (kurz entschlossen sind wir hingefahren, um bei einer Nachtführung im Castell de la Trinitat die Geheimnisse und die Schönheiten der Burg zu entdecken – dies ist allerdings nur zu empfehlen, wenn ihr euch vor alten Gemäuern und Geistern nicht fürchtet).

